Internet Governance

Kern der internationalen Debatten und Auseinandersetzungen um Internet Governance ist die Frage, wer die Aufsichtsfunktion über zentrale Ressourcen für den Betrieb des weltweiten Internet hat. Etabliert hat sich ein Multi Stakeholder-Ansatz, in dem sich unterschiedliche Gremien für unterschiedliche Bereiche des Internet verantwortlich fühlen. Mit der zunehmenden Bedeutung des Internet wachsen wirtschaftliche und staatliche Interessen und die Frage „Wem gehört das Internet?" rückt immer mehr in den Fokus von Regierungen weltweit. eco ist daher in unterschiedlichen internationalen Gremien aktiv, um das Thema Internet Governance stetig voranzutreiben und mitzugestalten.

7. Internet Governance Forum Deutschland

Das Internet Governance Forum Deutschland ist die deutsche Initiative des UN mandatierten Internet Governance Forums. Das Forum ist eine offene Plattform für den Dialog zwischen allen Sektoren im digital Politischen, z.B. zwischen Regierung, Technik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Das Internet Governance Forum Deutschland (IGF-D) dokumentiert die Debatten, Argumente und Empfehlungen, die im Multistakeholder-Dialog während des IGF-D entstehen, in den sog. "Messages from Berlin". Diese werden von Rapporteuren während der IGF-D Veranstaltungen zusammengefasst und in den europäischen IGF Initiativen (z.B. EuroDIG) und im globalen Forum präsentiert. Anschließendan werden sie dem UN-Sekretariat in Genf übersandt. Mehr in Prinzipien und Ziele.

Das IGF Deutschland wurde im Sommer 2008 von Annette Mühlberg, Professor Wolfgang Kleinwächter, Henning Lesch und Dean Ceulic unter der Schirmherrschaft der Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Berlin gegründet.

Anmeldung

Internet Verwaltung: eco und Bundeswirtschaftsministerium legen gemeinsame Handlungsempfehlungen vor

  • Mehr Einflussmöglichkeiten für Interessengruppen
  • Gemeinsames Ziel: Multi-Stakeholder-Ansatz ausbauen und stärken
  • Entscheidung voraussichtlich bis Juni 2015

Wer soll künftig die Aufsicht über die weltweite Internet Verwaltung ausüben? Diese Frage verhandeln die Teilnehmer von Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft seit die US-Regierung im März des vergangenen Jahres angekündigt hat, auf die alleinige Kontrolle von Kernfunktionen des Internet, die von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) ausgeführt werden, verzichten zu wollen, sofern bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden. eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., DeNIC und die deutsche Sektion der Internet Society (ISOC) haben gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das für die Bundesregierung federführend an den Verhandlungen teilnimmt, ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet und als Handlungsempfehlung bei der ICANN eingereicht. Weiterlesen

eco Zukunftsdialog III – Neuausrichtung der Internetverwaltung

ICANN & eco laden ein: Informations- und Diskussionsveranstaltung zur IANA Stewardship Transition

Der Prozess der IANA Stewardship Transition geht in die nächste wichtige Phase: Die ICANN Communities haben inzwischen ihre Vorschläge eingereicht, wie nach dem Rückzug der US-Regierung zukünftig die Aufsicht über die IANA-Funktion ausgestaltet werden soll. Aus diesen Vorschlägen entwickelt die IANA Stewardship Transition Coordination Group (ICG) aktuell einen gemeinschaftlichen Ansatz, der ab dem 13. März zur öffentlichen Kommentierung freigegeben wird.

Diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Transition greift eco gemeinsam mit Jean-Jacques Sahel von ICANN beim „Zukunftsdialog III“ auf, um die aktuellen Informationen zu bündeln und die Möglichkeit zu bieten, diese mit Beteiligten, wie Thomas Rickert (CCWG) und Wolf-Ulrich Knoben (ICG) und Experten aus unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen zu diskutieren. Informieren Sie sich beim eco aus erster Hand über den aktuellen Stand. Weiterlesen